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Erinnern gegen das Schweigen: Gedenkveranstaltungen in Berlin mit Kölner Beteiligung
Am 27. und 28. Januar finden in Berlin wichtige Gedenkveranstaltungen statt. Wir erinnern an die Opfer der „Euthanasie“-Morde und der Zwangssterilisation während der Zeit des Nationalsozialismus. In dieser dunklen Zeit wurden Millionen Menschen ermordet – darunter hunderttausende Menschen mit Krankheiten oder Behinderungen.
Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Künstler Andreas Maus. Er arbeitet im Kunsthaus KAT18 in Köln, einer Einrichtung der GWK START GmbH. Maus wurde 2021 mit dem „euward 8“, dem europäischen Kunstpreis für Malerei und Grafik im Kontext geistiger Behinderung, ausgezeichnet.
In seinen ausgestellten Werken geht es um die Gräueltaten des NS-Regimes und um das Leben und erfahrene Leid von Anne Frank und ihrer Familie. Beide Themen sind Schwerpunkte im Schaffen des Künstlers. Er sagt dazu: „Mit Schweigen macht man mehr kaputt wie ganz, denn Schweigen vergiftet, Schweigen zerstört, Schweigen löscht aus, Schweigen bringt Gefahren.“ Die ergänzend ausgestellten abstrakten Arbeiten sind ein wichtiger Ausgleich zur künstlerischen Erinnerungsarbeit. Sie schaffen viele Bezüge und Anknüpfungspunkte zur Architektur der Berliner Philharmonie.
Die Termine im Überblick:
- Januar 2026, 13:00 Uhr
Ausstellungseröffnung im Foyer der Berliner Philharmonie
Gesprächs-Runde mit Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundes-Regierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Andreas Maus, Künstler aus dem Kunsthaus KAT18 in Köln sowie Jutta Pöstges, künstlerische Leiterin vom Kunsthaus KAT18.
Ausstellungs-Ort:
Empfangs-Halle der Berliner Philharmonie
Herbert-von-Karajan-Straße 1
10785 Berlin
Hinweis:
Die Berliner Philharmonie ist barriere-frei.
- Januar, 11:00 Uhr
Kranzniederlegung am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde. Mit musikalischer Begleitung von Jeremi und Silas Zschocke.Ort: Tiergartenstraße 4 in Berlin
Beide Veranstaltungen werden in Deutsche Gebärden- und Lautsprache, deutsche Schriftsprache sowie Leichte Sprache übersetzt und finden mit Live-Audiodeskription statt.
Leichte Sprache
Erinnern gegen das Schweigen:
Gedenkveranstaltungen in Berlin.
Am 27. und 28. Januar gibt es in Berlin Veranstaltungen.
Die Veranstaltungen sind zum Gedenken an die Opfer von Euthanasie und Zwangs-Sterilisation.
Das heißt:
Wir wollen uns an die Opfer erinnern.
Euthanasie heißt hier:
Menschen mit Behinderung wurden getötet.
Zwangs-Sterilisation heißt:
Menschen mit Behinderung durften keine Kinder bekommen.
Deshalb hat man sie unfruchtbar gemacht.
Das heißt:
Sie konnten keine Kinder mehr bekommen.
Das alles ist in der Zeit vom National-Sozialismus passiert.
In dieser Zeit wurden Millionen Menschen getötet.
Viele von diesen Menschen hatten eine Krankheit oder eine Behinderung.
Dieses Jahr ist der Künstler Andreas Maus besonders wichtig.
Andreas Maus arbeitet im Kunst-Haus KAT18 in Köln.
Das Kunst-Haus KAT18 gehört zur GWK START GmbH.
Die Kunst-Werke von dem Künstler zeigen:
- die schlimmen Sachen von der NS-Zeit
- das Leben von Anne Frank und ihrer Familie
- das Leid von Anne Frank und ihrer Familie.
Diese Themen sind sehr wichtig für den Künstler.
Der Künstler sagt:
Man redet nicht über die schlimmen Sachen?
Dann wird alles noch schlimmer.
Denn Schweigen ist gefährlich.
Die Kunst-Werke sind abstrakt.
Das heißt:
Man kann nicht genau sehen:
Was zeigen die Kunst-Werke?
Hier sehen Sie alle Termine.
- Januar 2026 um 13:00 Uhr mittags
Die Ausstellung öffnet im Foyer von der Berliner Philharmonie.
Es gibt eine Gesprächs-Runde.
Die Gesprächs-Runde ist mit:
- Jürgen Dusel
Jürgen Dusel ist der Beauftragte für Menschen mit Behinderung von der Regierung.
- Andreas Maus
Andreas Maus ist ein Künstler aus dem Kunst-Haus KAT18 in Köln.
- Jutta Pöstges
Jutta Pöstges ist die künstlerische Leiterin vom Kunst-Haus KAT18.
Der Ort von der Ausstellung ist:
Die Empfangs-Halle von der Berliner Philharmonie.
Die Adresse ist:
Herbert-von-Karajan-Straße 1
10785 Berlin
Hinweis:
Die Berliner Philharmonie ist barriere-frei.
Am 28. Januar legen wir einen Kranz nieder.
Das heißt:
Wir legen Blumen an einen bestimmten Ort.
Der Ort ist ein Gedenk-Ort.
Der Gedenk-Ort ist für die Opfer von der Euthanasie.
Euthanasie heißt hier:
Menschen wurden getötet.
Die Täter waren National-Sozialisten.
Die National-Sozialisten haben gesagt:
Die Menschen sind krank.
Deshalb müssen sie sterben.
Der Gedenk-Ort ist auch ein Informations-Ort.
Jeremi und Silas Zschocke spielen Musik bei der Veranstaltung.
Die Veranstaltung beginnt um 11:00 Uhr morgens.
Sie ist in der Tiergartenstraße 4 in Berlin.
Es gibt Übersetzungen in:
- Deutsche Gebärden-Sprache
- Deutsche Lautsprache
- Deutsche Schrift-Sprache
- Leichte Sprache.
Es gibt auch eine Live-Audiodeskription.
Das heißt:
Jemand beschreibt die Situation.
Und man kann es hören.



